Halbzeit

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20110118_01.jpgNeuseeland - das Land der Kiwis, Schafe, Kühe, Outdoorfreaks, Camper, Tramper, Fischer, Wakeboarder, Surfer und "Laid Back". Nicht, dass die Neuseeländer nicht fleissig wären, aber wenn unter der Woche die Geschäfte in der Innenstadt von Auckland (vgl. ZH-Bahnhofstrasse oder BE-Marktgasse) schon um 18:00 schliessen (inkl. Einkaufszentren), dann kann man das ruhig als 'Easy going' bezeichnen. Ach ja, wenn Weichnachten und Neujahr auf einen Sa oder So fallen, dann werden diese 'verlorenen' freien Tage einfach anschliessend angehängt. Folglich war auch am 03. und 04.01.2011 noch Sonntag... was machen wir in der Schweiz bloss falsch??20110118 02
Nun aber zurück zur unseren Reiseerlebnissen: Eins mal vorne weg, sechseinhalb Wochen für Neuseeland reicht nie und nimmer (was wir eigentlich schon wussten)! Bereits mussten wir auf der Reise durch die Nordinsel viele Sehenswürdigkeiten schweren Herzens auslassen. Nach der Ankunft in Auckland und dem Pick-up unseres Reisemobils (www.spaceships.tv) (die zusätzliche englische Übersetzung des neuen schweizerischen Führerausweises wird also WIRKLICH verlangt!) machten wir uns auf den Weg Richtung Norden, wo wir unsere Freunde Thomas und Christa das erste Mal trafen. So tingelten wir bis ganz an die Nordspitze der Insel - Cape Reigna in der Provinz 'Far North'. Und das ist es auch: far far north - ein gottverlassenes Fleckchen Erde, wild und eindrücklich, wo die tasmanische See und der pazifische Ozean 20110118 03zusammentreffen. Nach knapp einer Woche wieder zurück aus dem fernen Norden machten wir einen kurzen Zwischenstop in Auckland. Erstens um unseren Wagen auszutauschen, da die Zentralverriegelung ein ausgesprochenes Eigenleben entwickelt hatte und sich  selbstständig aktivierte und noch blöder, nach dem Parkieren auch wieder deaktivierte und zweitens um Lindas Hals auszutauschen, da sie seit den hyperaktiven Klimaanlagen in Sydney an Halsschmerzen litt. Der Austausch des Wagens klappte ohne Umstände, bei Lindas Hals hatten sie kein passendes Austauschexemplar und so musste sie sich mit einer Antibiotikakur begnügen, die aber auch nach rund einer Woche das Problem noch immer nicht richtig behoben hat... Aber das wird schon wieder

 

 

 

 

 

20110118 04Weiter ging es ins Zentrum der Nordinsel, nach Rotorua, wo die ganze Stadt eine einzige Thermalquelle ist. Das ganze Städtchen dampft und raucht an allen Ecken und Enden. Der Schwefelgeruch ist auch allgegenwärtig. 20110118 05

 

20110118 06Nach Geysir- und blubbernden Schlammlöcherbesichtigung und relaxen im Spa-Pool ging die Reise weiter Richtung Süden, in den Tangariro Nationalpark, wo wir gemeinsam mit Thomas und Christa den "Tangariro Alpine Crossing" inkl. einem Abstecher auf den Vulkan Mount Ngauruhoe bewältigten: 24km, 1'400 Hm, 8h Laufzeit (www.tongarirocrossing.org.nz). Der Tangariro Alpine Crossing gilt als eine der schönsten Tageswanderungen Neuseelands. Zugegeben, mit den Vulkanen, den blauen Seen und den Drehorten aus 'Herr der Ringe' ist die Landschaft zwar wirklich schön, aber mehr als vier von fünf Sternen gibt es nicht - die waren noch nie in der Schweiz! Es wird aber viel cooler vermarktet und organisiert als bei uns.

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20110118 09Nach der herrlichen Massage am Abend von einer ex-Bodybuildnerin, die echt genug Kraft in den Fingern und Armen hatte (-> AUA!), ging es am nächsten Tag erholt weiter über den "Forgotten World Highway" nach New Plymouth, wieder ans Meer. Der Highway führt duch einen abgeschiedenen Landstrich Neuseelands - wunderschön! Wir brauchten für die 150 km gut vier Stunden... einerseits weil es viele schöne Lookouts zum Staunenund Verweilen hat, andererseits weil die Strasse selten länger als 100m geraudeaus geht... Generell haben die Fernstrassen hier die Angewohnheit, kurvenreich zu sein - so nach dem Motto, möglichst viele Strassenkilometer  in einen Kilometer Luftlinie zu kriegen.
New Plymouth liegt am Fuss des Mount Taranaki. Ein alleistehender Vulkan, der auf einer Halbinsel von Meereshöhe auf rund zweieinhalbtausend Meter ansteigt - ein wunderschöner Vulkan, wie ihn Kinder malen. Mit den genügend Höhen- und Kilometern in den Beinen von der letzten Tour und sehr windigem Wetter beliessen wir es bei einer kleineren Wanderungen von nur wenigen Stunden an den Urwaldhängen des Mount Taranaki. Morgen heisst es wieder City-Sightseeing in Wellington und am 20. Januar setzen wir dann auf die Südinsel über, wo wir die nächsten rund 4 Wochen verbringen werden.
Neben dem Reisen, Wandern und Entdecken schlagen wir unsere Bäuche mit leckerem Essen voll. Ein Kg Beef Steak Filet kostet hier ca. CHF 35.-. Und alles von glücklichen Kühen :-)

 

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