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Brazil - Parati, Ilha Grande, Rio de Janeiro

20110404 0120110404 0220110404 0320110404 04Nach dem Moloch São Paulo ging's wieder schnurstracks an's Meer nach Parati - etwa auf halbem Weg zwischen São Paulo und Rio de Janeiro. Der Badeplausch hielt sich in Grenzen, war doch das Wetter eher bedeckt und auch die Temperaturen stiegen kaum über 25° C. Die Altstadt ist zwar sehr hübsch aber auch sehr touristisch und so machten wir uns auch bald wieder auf den Weg. Nächster Stop war die Ilha Grande (ausgesprochen Ilja Graansch). Die Insel liegt per Boot etwa eine Stunde vom Festland und ist ungefähr zehn mal zwanzig Kilometer gross. Da auf der ganzen Insel jeglicher motorisierte Verkehr verboten ist (Ambulanz, Polizei und Müllabfuhr sind die einzigen Fahrzeuge), ist die Stimmung hier herrlich entspannt und bei den Cariocas (so nennen sich dich Einwohner von Rio de Janeiro) als Wochenendausflugsziel sehr beliebt. Mit Urwaldwandern, Untermwasserfallplantschen, Bootfahren und am Strandliegen gingen die drei Tage wie im Flug vorbei - wir hätten besser Parati ausgelassen und wären gleich nach Ilja Graandsch gekommen :-) Wobei ehrlich gesagt das Wetter hier wohl auch nicht besser gewesen wäre.. Gegen den späten Nachmittag ging es dann per so genannter "Speed Connection" nach Rio. Diese besteht darin, dass man statt irgendein Schiff, dann irgendeinen Bus und dann in Rio irgendein Taxi nimmt, alles als Paket kauft. Etwas teurer, dafür wird man per Bus gleich am am Landungssteg abgeholt und in Rio auch gleich zur gewünschten Adresse gefahren - halt einfach komfortabler als alles selber organisieren. Aber wir mussten mal wieder feststellen, dass Namen nichts weiter als Schall und Rauch sind. Die Speed Connection führte uns zuerst auf die wohl lahmste Johle, die wir in den fünf Monaten betreten hatten.. der Bus war nicht wie versprochen klimatisiert, was aber insbesondere Linda nicht sehr störte - war auch nicht sehr warm. Er war aber auch nicht besonders "speed"...  aufwärts gings eher à la "s chrücht es Schnäggli, s chrücht es Schnäggli s Bergli uf..." Als der Bus dann in den Suburbs von Rio zwischen den Favelas den noch Geist aufgab, waren wir nicht mehr ganz so happy mit unserer Speed Connection. Nach einer Dreiviertelstunde kam ein Ersatzbus angetuckert und wir fragten uns, warum sie uns nicht gleich von Anfang an mit dem modernen Mercedesbus abgeholt haben... Wie auch immer, der Bus fuhr nun alle Leute zu ihren Unterkünften und nach einer weiteren Stunde Fahrt durch das Strassengewirr von Rio Centro, Copacabana und Ipanema konnten wir zwei Meter vor unserem Hostel austeigen.

 

20110404 0920110404 11Im Hostel traffen wir dann auch unsere Freundin Seline - ein herzliches Wiedersehen nach fünf Monaten!
Am nächsten Tag machten wir uns auf den Weg, die Stadt zu erkunden. Zuerstmal die wichtigste Regel im Verkehr: Der Stärkere hat Vorfahrt. Da wir meistens im Bus fuhren, hatten wir diesen Vortritt :-) Und Fussgänger leben gefährlich.

Am Abend erklommen wir den Pão de Açucar, den Zuckerhut - natürlich standesgemäss in einer Gondel der CWA made in Switzerland! Die Stimmung während des Sonnenuntergangs und der hereinbrechenden Nacht war wunderschön! Tagsdarauf legten wir nach so viel Sightseeing einen Tag Pause am Strand von Ipanema ein. Da sich halb Rio am Strand tummelte, war der Tag nicht ganz das, was wir - einsame Strände gewohnt - gemütlich nennen. Ein Erlebnis war's trotzdem. Und viel zu sehen gab's auch ;-) Die letzten paar Tage besuchten wir noch den Cristo Redentor, ein Fussballspiel und eine Favela, was uns eindrückliche Einblicke hinter die Kulissen bot. Am Dienstag letzter Woche war's dann soweit und nach einer letzten Shoppingtour durch die Märkte Rio's und dem letzten Besuch der Praia de Ipanema ging's ab an den Flughafen. Für die rund 20km brauchte das Taxi knapp eine Stunde!

 

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20110404 15Der Rückflug war mit Iberia und um es kurz zu fassen: diese Airline kann man sich getrost sparen. Ein A340 im Jahr 2011 auf einem zehnstündigen Flug ohne Bordunterhaltung?? Auf dem Flug von Madrid nach Zürich Geld verlangen für eine Cola oder Wasser?? Wie auch immer, wir genossen den Zwischenstopp in Madrid, wo wir rund neun Stunden Aufenthalt hatten und der Stadt einen kurzen Besuch abstatteten. Und nun sind wir wieder wohlbehalten in Zürich - zurück im Alltag, zurück bei Familie und Freunden :-) Alles rund gelaufen!


20110404 16Wir wurden schon während unserer Reise immer wieder gefragt, was das Schönste ist, das wir erlebt haben. Die Fragen können wir nach wie vor nicht beantworten - Es ist unmöglich Afrika, Sydney, Neuseeland, Tahiti, die Osterinsel und Brasilien miteinander zu vergleichen. Es war einfach eine geniale Zeit - the time of our life! Diese Reise war lange unser Traum und wir haben ihn wahr gemacht! Egal wo wir waren, wir trafen immer auf liebe und hilfsbereite Menschen, wenn wir mal irgendwo nicht weiterkamen. Wir haben so viel Schönes erlebt und gesehen, neue Länder entdeckt und nette Leute kennengelernt. Wir haben aber auch einiges gesehen, das uns nachdenklich stimmte. Nein, wir werden hier nicht auf die Tränendrüse drücken. Aber unsere Reise gab uns immer wieder tüchtige Denkanstösse - Was braucht es wirklich, um glücklich und zufrieden zu sein?


Wir sind aber auch gerne wieder nach Hause gekommen - wieder zurück zu Familie, Freunden und unserer Stadt! Der Montag 04.04.2011 wird nicht ganz einfach, wenn wir wieder in die Büros reinschneien, aber für so schlimm, wie das manche halten, halten wir es nun auch wieder nicht ;-)
Herzlichen Dank allen Lesern unseres Blog's und den zahlreichen Feedbacks und guten Wünschen zu unserer Reise. Wir hoffen, wir konnten euch auf dem Laufenden halten, wo sich unsere kleine Welt gerade dreht.


Pitani Bwino (nyanja & Chichewa, Sambia & Malawi), Adeus (portugisisch, Mosambik), Totsiens (afrikaans, Südafrika), Goodbye (englisch, Australien & Neuseeland), au revoir (französisch, franz. Polynesien), Hastla Luego (spanisch, Osterinsel & Spanien), Tchau (portugisisch, Brasilien)

Linda & Andi

 

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