Samba do Brazil

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Brazil - Florianòpolis (Floripa)

 


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20110319 03Nach der bequemen Fahrt durch die Nacht im 'leito', was soviel wie Liegewagen heisst und mehr Platz bietet als ein Businessplatz auf einem Langstreckenflug, sind wir mit etwa fünf Stunden Verspätung (nach total etwa 17h) dann doch noch in Florianopolis angekommen. In und um São Paulo steht man beinahe zu jeder Tages- bzw. Nachtzeit irgendwo im Stau ... Zudem standen wir auch irgendwo im nirgendwo nachts um 03:00 eeeewigs im Stau!
Floripa, wie die Brasilianer Florianòpolis liebevoll nennen, war schon mitten im Carnaval-Taumel, als wir ankamen. Die Strassen im Zentrum waren so voll wie die Quaibrücke am Züri-Fäscht vor dem Feuerwerk, die Stimmung ausgelassen und die meisten Männer als Frauen verkleidet (von eher schlechten Exemplaren bis super gestylten Dragqueens!). Bier und Caipis flossen in Strömen und LAUTE Musik gab's an jeder Ecke. Ohne sich gegenseitig anzuschreien ging nichts mit Kommunikation :-) Gegen den späten Abend ergatterten wir noch zwei freie Plätze im Sambòdromo und bewunderten den Umzug der Sambaschulen. Das Ganze spielt sich hier in etwas kleinerem Rahmen ab als in Rio. Uns wars recht und wir werden uns noch lange an diesen Abend erinnern - phantasievolle, mehr oder weniger bekleidende Kostüme, Samba, Pipoca (Popcorn), Bier, Caipis, Luftschlangen... Da jede der fünf Schulen etwa eineinhalb Stunden Zeit für ihren Umzug erhielt und das ganze Spektakel erst gegen 22:30 begann, lichteten sich die Ränge so langsam nach der dritten Schule und auch wir machten uns während der vierten Schule auf den Heimweg und fielen irgendwann nach fünf k.o. ins Bett. Die letzte Schule (die letzjährige Gewinnerin) lief wohl nur noch durch halbvolle Ränge. Schade, investieren doch die Schulen (ca. 1'000 Tänzer pro Schule) Unmengen an Geld und monatelange Arbeit in Ihre Wagen und Kostüme.
Tagsdarauf lief dann vor 19:00 in der Stadt rein gar nichts - alle Geschäfte, Cafes und Restaurants waren geschlossen, sogar der McDonald's! Aber dann gings wieder los. Es gab wieder Konzerte, kleine Blocos (~Guggen) zogen um die Häuser, alle feierten und tanzten, und Bier und Caipis flossen wieder in Strömen.


Foz do Iguaçu

 

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20110319 06Die Busfahrt von Floripa nach Foz do Iguaçu verlief unspektakulär und eisgekühlt. Es ist einfach unverständlich, warum sämtliche Langstreckenbusse in Kühlschränke (ca. 10-12°C, gefühlte -10°C) verwandelt werden und alle Fahrgäste mit Wolledecken, Jacken und z.T. Mützen im Bus sitzen, während draussen sommerliche Temperaturen herrschen und die Scheiben von Aussen(!) beschlagen, wie eine Flasche Bier, die man soeben aus dem Kühlschrank genommen und an die Sonne gestellt hat...
Fast schon in Kältestarre versetzt erreichten wir doch noch Foz do Iguaçu und machten uns gleich auf den Weg auf die brasilianische Seite der Iguaçu-Fälle. Die brasilianische Seite bietet eine unglaubliche Panoramasicht auf die Wasserfälle. Von hier aus sieht man beinahe die gesamte Länge der Bruchkannte (2.7km).
Am Folgetag ging's rüber auf die argentinische Seite, wo man zwar keinen so guten Überblick über die Wasserfälle als Ganzes hat, diese jedoch frei nach dem DSF-Werbespruch 'mittedrin statt nur dabei' erleben kann. Highlights sind der Bosetti-Fall bei dem man ca. bis 5m an das Wasser ran kann - eine Wasserwand mit tausenden von Litern Wasser pro Sekunde - sowie die Garganta del Diabolo. Dieser Teufelsschlund ist eine Art Halbkreis, wo Millionen von Litern pro Sekunde in die Tiefe stürzen und je nach Wind die gesamte Umgebung in Gischt getaucht wird - ein wahrlich erfrischendes Erlebnis :-)
Vor der Weiterreise Richung Salvador de Bahia am nächsten Tag besichtigten wir noch den knapp 8km langen Itaipù-Staudamm, nach wie vor der weltweit grösste Staudamm hinsichtlich der Jahresenergieproduktion  (14 GW - mehr als alle CH-Kraftwerke zusammen!).

 

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Salvador de Bahia

20110319 15Mit dem nächsten Kühschrankbus ging's zurück nach São Paulo (Regen und 19°C, was sonst...) und weiter mit dem Flieger nach Salvador. Hier war wieder herrlich Sommer: 32-36°C, geschätze Luftfeuchtigkeit 101%!
Salvador, bzw. Brasiliens Norden, ist ganz anders als der Süden des Landes. Der portugisische wie auch der afrikanische Einfluss sind hier deutlich stärker erkennbar und bestimmen den Baustil der Altstadt und der Strassenpflästerung, die Stimmung und das Aussehen der Menschen. Wir genossen die exotischen Eindrücke mit gutem Essen und leckeren Caipirinhas. Bei den 36°C heissen Tagen entschieden wir, dass das Meer die beste Abkühlung bringt, und so war es dann auch :-)

 

 

 

 

 

 

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20110319 22Nach vier Tagen ging's mit dem Flieger wieder zurück nach São Paulo - und richtig geraten 22°C, Wolken ABER kein Regen *aufholzklopf*! Und das Wetter hielt! Tags darauf konnten wir bei Sonnenschein durch die Gassen des Jardim-Quartiers und die Avendia Paulista schlendern. Die letzten beiden Wochen geht's via Parati und Ilha Grande nach Rio de Janeiro. Nochmals Sonne, Strand, Tauchen, Essen was das Meer her gibt, Sightseeing, baden und relaxen. Wird hart genug, ab April wieder in den Alltag einzutauchen :-)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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